Eine Palette mit 48 Paketen Fliesen verschwindet nicht einfach. Oder vielleicht doch – wenn im Lager jeder unter „nur kurz abstellen“ etwas anderes versteht.
In der Bonusgeschichte „Achtundvierzig Pakete“ macht sich Jennifer auf die Suche nach der verschwundenen Ware. Die Bedingungen sind dabei denkbar ungemütlich: draußen herrschen zwei Grad, der Tee ist kalt, und im Lager sorgt das übliche Chaos für zusätzliche Spuren – oder zumindest für reichlich Möglichkeiten, die Übersicht zu verlieren.
Der Reiz dieser kleinen Lagergold-Geschichte liegt genau in diesem alltäglichen Ausnahmezustand. Es geht um eine konkrete Palette, eine überschaubare Zahl und einen Fehler, der trotzdem schnell zum Problem wird. Zwischen Spekulatius, falsch verstandenen Ablagen und dem Versuch, Ordnung in die Sache zu bringen, entsteht ein Fall, der seine Spannung aus dem Arbeitsalltag bezieht.
Und dann gibt es offenbar noch eine erstaunlich direkte Methode, die Suche voranzutreiben: einen wohlplatzierten Tritt in den Hintern. Ob das die vermissten Fliesen zurückbringt oder nur die Stimmung im Team verändert, verrät der Bonus. Sicher ist: Im Lager kann selbst ein kurzer Zwischenstopp Folgen haben – besonders dann, wenn niemand mehr weiß, wo „kurz“ eigentlich aufgehört hat.
