Skip to content
mail@7threalm.online
Buy Books
  • Start
  • Welten entdecken
  • Bücher
  • Upcoming
  • News

J. Weynand

Das Tor in fantastische Welten

Buy Books

Hinter deinem Gesicht – Ab 04. Juni überall erhältlich

By admin / Mai 9, 2026 / Keine Kommentare / Blogging, Hinter deinem Gesicht

Es ist so weit.

Monate der Arbeit. Nächte, in denen die Figuren lauter wurden als der Rest der Welt. Sätze, die ich zehnmal umgeschrieben habe, bis sie sich anfühlten wie offene Wunden. Und jetzt liegt das Ding auf dem Tisch.

„Hinter deinem Gesicht“ – D/FACED, Band 1 erscheint am 4. Juni 2026.

Die Geschichte eines Mannes, der seit zwanzig Jahren funktioniert. Der seine Wohnung sauber hält, seine Katzen füttert, seine Abende durchsteht. Und der eines Abends einen Anruf bekommt, der alles aufbricht.

Wer den Roman vorbestellen will: Links folgen in Kürze.


Bonus: Eine Szene, die es nicht ins Buch geschafft hat

Die folgende Szene spielt an einem gewöhnlichen Abend, Wochen vor dem Anruf. Sie wurde während der Überarbeitung gestrichen – sie erzählte etwas, das der Roman an anderer Stelle besser löst. Aber allein, losgelöst vom Rest, funktioniert sie. Vielleicht sogar besser.


Supermarkt

Donnerstagabend, halb sieben, Rewe.

Ich schiebe den Einkaufswagen durch den Gang mit den Konserven und hasse jeden einzelnen Menschen in diesem Laden. Die Frau, die mit ihrem Wagen quer steht und telefoniert, als gehöre ihr der ganze Flur. Der Typ in der Jogginghose, der drei Packungen Tiefkühlpizza in den Wagen wirft und dabei so aussieht, als hätte er den Kampf gegen das Leben schon vor zehn Jahren verloren. Das Paar vor dem Kühlregal, das darüber diskutiert, ob sie den griechischen oder den türkischen Joghurt nehmen, als hinge davon die Zukunft ihrer Beziehung ab.

Ich hasse sie nicht wirklich. Ich weiß das. Es ist dieser Abendmodus, der sich anfühlt wie Hass, aber eigentlich nur Erschöpfung ist, gemischt mit dem Gefühl, dass ich hier nicht hingehöre. Zwischen den Familien mit ihren vollen Wagen und den jungen Paaren, die zusammen kochen werden und dabei Musik hören und sich gegenseitig Soße vom Kinn wischen.

Mein Wagen: Katzenfutter, Milch, Reis, Hähnchenbrust, Brokkoli. Fünf Dinge. Immer fünf Dinge, manchmal sechs, selten mehr. Mein Einkauf sieht aus wie eine Bestandsliste, sortiert, berechenbar, ohne Überraschungen. Kein Wein, kein Bier, keine Chips, kein Eis. Nichts, das nach Belohnung schmeckt. Nichts, das nach einem Abend schmeckt, auf den man sich freut.

Am Obstregal bleibe ich stehen. Erdbeeren. Eine Schale, frisch, rot, der Geruch kommt durch die Folie. Ich nehme sie in die Hand und weiß nicht warum. Ich esse keine Erdbeeren. Ich habe sie früher gegessen, als Kind, wenn meine Mutter sie im Sommer auf dem Markt gekauft hat, und ich saß in der Küche und aß sie direkt aus der Schale, ohne Zucker, ohne Sahne, und der Saft lief mir übers Kinn und auf mein T-Shirt, und sie hat geschimpft und gleichzeitig gelacht.

Ich stelle die Erdbeeren zurück.

An der Kasse steht eine Frau vor mir. Ende dreißig, dunkle Haare, schmale Schultern. Sie legt ihre Sachen aufs Band, und ich schaue auf ihre Hände, weil ich immer auf Hände schaue. Schlanke Finger, kein Ring, Nagellack, der an den Rändern absplittert. Sie dreht sich kurz um, weil sie spürt, dass jemand hinter ihr steht, und unsere Blicke treffen sich für eine halbe Sekunde.

Braune Augen. Müde.

Sie dreht sich wieder weg. Ich stehe da mit meinen fünf Dingen und denke: Sag was. Irgendwas. Frag, ob sie einen guten Abend hat. Frag nach dem Wetter, nach dem Laden, nach dem beschissenen Joghurt, irgendwas, Hauptsache ein Wort, das die Luft zwischen euch bewegt.

Ich sage nichts.

Sie bezahlt, packt ihre Sachen ein, geht. Ich schaue ihr hinterher, durch die Glasfront, über den Parkplatz, bis sie in einem silbernen Auto verschwindet, das in der Abendsonne glänzt.

Die Kassiererin sagt: „Zwölf achtundvierzig.“

Ich zahle mit Karte, weil ich nie Bargeld dabeihabe, und packe meinen Einkauf in den Rucksack. Fünf Dinge. Der Rucksack ist nicht mal halb voll.

Auf dem Parkplatz steht mein Auto. Ich setze mich rein, lege die Hände aufs Lenkrad und bleibe sitzen. Dreißig Sekunden. Eine Minute. Die Sonne steht tief und wirft orangefarbenes Licht über die Windschutzscheibe. Irgendwo hupt jemand. Ein Kind schreit. Ein Einkaufswagen rattert über den Asphalt.

Ich starte den Motor und fahre nach Hause.

Tiger sitzt am Fenster und wartet. Lucie liegt auf der Treppe und tut so, als hätte sie mich nicht bemerkt. Ich stelle das Katzenfutter in den Schrank, die Milch in den Kühlschrank, das Hähnchen daneben. Dann stehe ich in meiner Küche, und die Küche ist still, und ich bin still, und draußen wird es langsam dunkel.

Ich koche. Reis, Hähnchen, Brokkoli. Wie gestern. Wie vorgestern. Wie nächste Woche.

Tiger reibt seinen Kopf an meinem Schienbein. Ich bücke mich und kraule ihn hinter den Ohren, und er drückt sich gegen meine Hand und schnurrt, als wäre das hier das Beste, was die Welt zu bieten hat.

Vielleicht hat er recht.


„Hinter deinem Gesicht“ – D/FACED, Band 1. Ab 4. Juni 2026.

Folgt mir hier für Updates, Leseproben und alles, was zwischen den Zeilen passiert.

Deepfakehinter deinem gesichtNews

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

News Kategorien
  • 7th-Realm (1)
  • Alles andere (0)
  • Blogging (12)
  • Bommel & Luzie (0)
  • Breach (2)
  • Drachenfunken (1)
  • Enyria (1)
  • Extraction (1)
  • Hinter deinem Gesicht (3)
  • Hope (2)
  • Lagergold (1)
Dein Tor in eine fantastische Welt
Startseite
Über mich
Bücher
Welten entdecken
Kontakt

Welten
Fantasy
Science-Fiction
Horror
Krimi
Thriller
Kinderbücher
Datenschutz
Impressum
Kontakt

All rights reserved. Author: Writer WDA Powered by WordPress.