PORTALBEREICHEnyria · Bonus
Der Autor mit Luna, Vael und Sera

BONUS

Making of Enyria

Enyria Bonus

Making of Enyria

Enyria ist nicht als fertige Welt entstanden. Am Anfang standen eine Geschichte, einige Figuren und die Vorstellung von einem Land, das durch einen uralten Eid zusammengehalten wird. Von dort aus begann alles zu wachsen.

Mit Luna kam der Lichtwald, mit Tiko das Feuer von Ar’Thar, mit Nyro die dunklen Moore Vheryndals. Aus einzelnen Schauplätzen wurden Regionen mit eigenen Kulturen, Gewohnheiten und Vorstellungen davon, was bewahrt werden muss. Irgendwann reichte es nicht mehr zu wissen, wie ein Ort aussieht. Ich wollte wissen, wie die Menschen dort leben, was sie essen, welche Tiere sie begleiten, welche Kleidung sie tragen und weshalb jemand aus Vheryndal eine vollkommen andere Vorstellung von Vertrauen haben kann als jemand aus dem Lichtwald.

Dasselbe geschah mit der Magie. Sie sollte nie einfach ein Werkzeug sein, mit dem jede Schwierigkeit gelöst werden kann. In Enyria braucht Magie eine Verbindung, einen Träger und immer einen Preis. Deshalb können selbst kleine Wirkungen etwas über einen Menschen erzählen. Tikos Feuer fühlt sich anders an als Miras Wasser, Nyros Schatten hinterlassen andere Spuren als Lunas Licht. Je klarer diese Regeln wurden, desto mehr begann die Welt sich selbst zu erklären.

Auch die Wesen Enyrias entstanden auf diese Weise. Lhyren sollten keine austauschbaren Reittiere sein, Alyri keine bloße Dekoration und Vael kein Panther, der nur deshalb neben Nyro läuft, weil es eindrucksvoll aussieht. Ihre Bindungen gehören zu den Figuren und erzählen etwas über Vertrauen, Nähe und Verantwortung.

Während des Schreibens wuchs deshalb neben dem Roman immer mehr Material, das niemals vollständig in ein Buch gepasst hätte. Kleine Begebenheiten, Orte am Rand einer Reise, Geschichten über Gefährten, alte Zeichen, Bräuche und Fragen, auf die der Roman nur kurz eingehen kann. Genau daraus entstand schließlich diese Bonuswelt.

Die Bilder kamen später dazu und haben Enyria noch einmal verändert. Plötzlich konnte ich sehen, wie Lethariel zwischen gewaltigen Bäumen liegen könnte, wie das schwarze Wasser von Nhar’Vel wirkt oder wie klein ein Mensch neben einem Lhyra tatsächlich aussieht. Manche Vorstellungen wurden dadurch genauer, andere mussten noch einmal überarbeitet werden, weil ein Bild sofort zeigte, wenn etwas nicht zu der Welt passte.

Aus den ersten Illustrationen wurden schließlich Karten, zusätzliche Geschichten, Hintergründe zu Figuren und Kreaturen und am Ende eine interaktive Welt, die weit über die eigentlichen Buchseiten hinausgeht. Heute kann man Orte besuchen, die Luna vielleicht nur erwähnt, Wesen genauer kennenlernen, alten Spuren folgen und Dinge entdecken, für die im Roman schlicht kein Platz gewesen wäre.

Das ist wahrscheinlich das Schönste an Enyria: Die Welt ist mit dem Ende eines Kapitels nicht fertig.

Solange es noch einen unbekannten Pfad, eine Geschichte über einen Gefährten oder einen Ort hinter dem nächsten Nebel gibt, kann sie weiterwachsen. ❤️

Making of Enyria

ENYRIA

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