
BUCH · J. WEYNAND
Breach
Der Riss
BREACH - Der Riss verbindet die düstere Dichte klassischer Dark-Fantasy mit dem Staunen einer Science-Fantasy-Expedition: Runenmagie und halborganische Technologie durchdringen eine Welt, die von Lavaadern, lebenden Flugschiffen und einem unheimlich pulsierenden Nexus geprägt ist. Schon die ersten Seiten zeigen, dass Arkan weit mehr ist als eine Kulisse – die Landschaft atmet, flüstert und reagiert, sodass jeder Schritt der Protagonistin Rhia ein Entdecken neuer Natur- und Energielogiken bedeutet. Illustrationen, Fragmentkarten und Tagebuchfetzen greifen diesen Entdeckerblick auf und verwandeln das Lesen in ein beinahe filmisches Erlebnis, ohne sich auf klassische Held-rettet-Welt-Muster zu reduzieren.
Rhia selbst trägt entscheidend zur Besonderheit des Romans bei: Sie beginnt ihre Reise verwundet, unbewaffnet und zweifelnd; ihr Weg ist kein Siegeszug, sondern eine tastende Selbstbehauptung in einer fremden Ödnis. Das macht ihre Entwicklung greifbar und verleiht Themen wie Verantwortung, Trauma und schöpferischer Zerstörung spürbare Relevanz. Formal wechselt die Erzählung zwischen introspektiven Traum- und Tagebuchpassagen und dynamischen Action-Sequenzen, was den Leser in dasselbe Auf-und-Ab aus Orientierungslosigkeit, Staunen und Entschlossenheit wirft, das Rhia erlebt.
Der Mehrwert liegt damit nicht nur in Spannung und Eskapismus: Wer den Roman beendet, hat eine immersive Reise absolviert, kann sich mit Rhias Kampf um Selbstdefinition identifizieren und nimmt Fragen mit, ob Risse – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – lediglich vernichten oder auch Wege zu neuer Schöpfung öffnen. Die visuelle Erzählebene lädt zudem zum Weiterdenken und Teilen ein, und weil der Band erst den Auftakt einer Saga bildet, können Leserinnen und Leser langfristig in eine Welt zurückkehren, die sich mit jedem Teil weiter entfaltet.
MEHR ZUM BUCH
Die Geschichte endet nicht auf der letzten Seite.

Bei einem Erkundungsflug gerät Zedharon mitten in eine gefährliche Energieentladung Arkans. Als das lebende Schiff außer Kontrolle gerät, muss Rhia zum ersten Mal selbst eingreifen – und entdeckt dabei, dass zwischen ihr und Zedharon mehr entsteht als bloße Gewöhnung.

Bei einer Übung mit Erys gerät Rhia erneut in Gefahr und muss beweisen, dass sie sich auch mit einer fremden Waffe behaupten kann. Später erhält sie von ihm ein unscheinbares Geschenk, das für sie auf Arkan zu etwas sehr Persönlichem wird: ein kleines Notizheft, in dem sie beginnt, ihre neue Welt festzuhalten.

Ionjan ist ein erfahrener Kämpfer, doch seine Kristallprothese erzählt von einem Tag, an dem Arkan ihm beinahe alles nahm. Als ein junger Sammler inmitten eines gewaltigen Bebens eingeschlossen wird, trifft Ionjan eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändert.
