Secret 021

„Ich wollte einen Apfel herbeizaubern. Ich bekam ein Planschbecken voller Lachs.“ – Ellie Ashcroft, Rückblick aus dem dritten Jahr.

Die Incantation-Sprache folgt strengen Rhythmen – doch Ellie hatte diese Rhythmen in ihren frühen Jahren eher… intuitiv interpretiert. Der Zauber sollte lauten:

«Memoria floris!»
Ein einfacher Blütenzauber, der einen Rosenstängel aus der Luft formt. Harmlos. Wunderschön.

Doch Ellie war müde. Sie war wütend. Und sie hatte in der Bibliothek heimlich drei andere Sprüche durcheinander gelesen.

Was sie sagte, war:

«Memora fossis! Caldrûn vollis! Tarrasch kel’nai!»

Es passierte Folgendes:

  • Ihre Haare färbten sich für eine Woche grünblau – schimmernd, wie Fischschuppen.

  • Aus dem Waschbecken im Arbeitsraum strömten exakt 27 zappelnde Lachse.

  • Der Bibliotheksdiener brüllte: „Hexenlachs! Ich hab’s euch gesagt! Sie existieren!!“

  • Lady Ophelia weigerte sich eine Woche lang, Fisch zu essen.

  • Der Ausdruck „verhatscht“ wurde am College offiziell als Warnhinweis für Sprüche eingeführt, die grammatisch falsch oder psychisch unausgeglichen gewirkt wurden.

Am Ende wurde Ellie gezwungen, alle Lachse in einem Teleport-Zylinder wieder freizusetzen – ins offene Wasser bei Dock 3.

Zarah behauptet bis heute, zwei davon würden jedes Frühjahr zurückkehren und gegen das Fenster klopfen.


Was lernen wir daraus?
Zaubersprache ist wie Musik: Wer falsche Töne trifft, spielt am Ende in einem anderen Orchester.
Oder im Aquarium.

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